Erlebnisberichte aus unserer Arbeit

Heilung 19.10.00

Junge geheilt von Ichthyosis

 

Immer wieder staune ich, auf welche Weise Gott Wunder tut. Er gibt täglich das Wunder der Gnade und seine Bewahrung. Gott tut Wunder. Manchmal sehen wir die Wunder nicht direkt. Manches, was wir hören, wirkt erst viel später. Es kann ein prophetisches Reden sein, das die Zukunft betrifft.

Im Jahr 1987 erhielt ich eine Einladung der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau, einige Städte in der UdSSR zu besuchen. Ich erinnere mich gerne an diese schöne Reise, die mich und meinen Begleiter durch Moskau, zum Danilov-Kloster, nach Sagorsk, Leningrad, Wologoda im Ural, Odessa über Moskau und zurück in den Westen führte. Während des Besuchs in den verschiedenen Städten sprachen mein Begleiter und ich mit einigen Priestern, die wirklich in enger Gemeinschaft mit Jesus Christus lebten. Vieles bleibt für uns West-Menschen unverständlich und fraglich. Gottes Augen durchlaufen aber die ganze Erde, um denen kräftig beizustehen, die es von IHM erwarten. Um dieses große Land verstehen zu können, sollten die Sprache, die Kultur und die Geschichte des Landes erlernt werden. Begabte Menschen haben großartige Gedanken in Büchern, Gemälden und in der Musik festgehalten.
In diesem großen Land gibt es viele, die wirklich auf Gott ihr Vertrauen gesetzt haben. Leider haben andere um ihres Glaubens willen vieles erdulden müssen. Andere verbrachten viele Jahre in Gefängnissen oder wurden sofort getötet. Doch sollte bedacht werden, daß es möglich ist, den Körper zu töten, aber niemals die Seele. Jemand in Amerika sagte mir: „ They may kill the body, but they never will be able to kill the soul!“ Vor der Wende sagten wir in den Niederlanden. „Gott wohnt in der russischen Seele!“ Wer die russische Kirche besucht und versteht, was gebetet und gesagt wird, wird es wahrnehmen. Während meiner Besuche in der damalig en UdSSR wurde ich ebenfalls mit dem Streit zwischen den Gläubigen konfrontiert.
Und dazu noch die Kontrolle durch den Staat. Am liebsten hätte die damalige Kommunistische Obrigkeit alle Religionsformen ausgerottet. Dies wird keinem System gelingen, auch in anderen Weltteilen nie und niemals. In der deutschen Sprache heißt es- „Daß Jesus lebt, bleibt ewig ausgemacht, Ihm gehört die ganze Welt... “ Auch wir. Halleluja! Amen!
Über Jahrtausende Jahren haben viele versucht, die Gemeinde Jesu zu töten, und es ist ihnen nie gelungen. Die Kirche lebt.
Christus ist zwar getötet, aber Er ist auferstanden. Und so werden die Gläubigen mit IHM auferstehen und leben bis in alle Ewigkeit. 1. Korinther 6,14 sagt. „Gott hat den HERRN auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft!“

Der russische Starez Johannes von Kronstadt wird vom russischen Volk und der orthodoxen Kirche sehr verehrt. Johannes Sergiew von Kronstadt ist eine einzigartige Gestalt des russischen Geistesleben. Vater Johannes überwachte die Zeitereignisse, durchschaute die Kräfte, die am Werke waren, und nahm entschieden dazu Stellung. Prophetisch kündete er Rußlands Zukunft. Aus Gottesliebe befolgte er sein Gebot, wandelte in eigener Erfahrung gemäß den Seligpreisungen und gewann begnadete Fähigkeiten. Als Gottesfreund wandte er sich an Gott und wurde erhört. Sein Leben war erfüllt. Er wußte um seinen Todestag und ging 1908 gerüstet über die Schwelle. Ganz Rußland trauerte um ihn, Zehntausende gaben ihm das letzte Geleit. Zar Nikolaus II. verfügte, ihn künftig als Rußlands Beter zu ehren. Er lebte von 1829 von 1908. Alle Werke von Johannes Sergiew von Kronstadt sind in russischer, deutscher und englischer Sprache erschienen. So schreibt Johannes von Kronstadt in einem seiner Bücher:
„Gott ist allgegenwärtig. Er erfüllt den Weltraum, wie den Gedankenraum. Wohin auch mein Körper und Geist eilen - überall begegne ich Gott, überall kommt Er mir entgegen“. Sein Tagebuch, mit Selbstzeugnissen und dokumentarischen Belegen, wurde durch Frau Dr. Alla Selawry ins Deutsch übersetzt. Frau Selawry verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens in Stuttgart.
Möge Gott uns Menschen Gnade geben, IHN zu entdecken und IHM die Ehre zu geben!
Corrie ten Boom sagte mir mal in Haarlem, Holland. „ Gott arbeitet auch auf der anderen Seite der kirchlichen und politischen Grenzen
Und dafür können wir Gott danken.
Eines Tages habe ich ein sehr beeindruckendes Wunder Gottes gesehen. Es bleibt immer in meinen Gedanken, und es hat mich sehr ermutigt. Während einer meiner Missionsreisen durch die UdSSR war ich in vielen Städten, besuchte Christen und war ich in der Lage, hie und da den Menschen einige Bibein zu übergeben. Neben der Verteilung der Bibeln war ein weiterer Aspekt meines Auftrags, mit den Menschen zu beten und wenn möglich einen Grußwort zu überbringen. Manchmal flog ich von Amsterdam nach Moskau und fuhr dann weiter mit der Bahn, quer durch die UdSSR nach dem Osten des Landes. Von Chabarovsk aus flog ich nach Japan und nach einem kurzen Aufenthalt in diesem Land mit der KLM nach Amsterdam zurück.

Während eines Besuchs in Chabarovsk besuchte ich außerhalb der Stadt einen kleinen baptistischen Hauskreis. Es war mir wunderlich, daß zwischen den Besuchern in dieser Hausversammlung ein orthodoxer Priester saß. Ich teilte ein Wort Gottes mit und sprach ein Gebet. Nach der Versammlung gingen alle nach Hause. Bevor ich gehen konnte, wurde ich angesprochen durch den Priester, der mich fragte, ob ich die Gabe der Heilung besaß. Ich wies den Priester darauf hin, daß allein der HERR Jesus Christus alle Gaben zuteilt. Aber wir dürfen zu IHM beten, und Er will Gebet hören und erhören.
So lud er mich zu einer anderen Wohnung ein. Zusammen mit einigen Männern betraten wir eine kleine russische Wohnung. Ein junger Mann, etwa 25 Jahre alt, war sehr krank. Seit seiner Geburt litt dieser Junge an Ichthyosis. Er wurde in einer Akademischen Klinik in Moskau behandelt. Um dorthin zu kommen, muß man eine Bahnreise von acht Stunden in Kauf nehmen. Aus dem Ausland hatten die Ärzte Medikamente kommen lassen, aber nichts half. Der Junge litt viele Schmerzen. Nachts war es so schlimm, daß er aus dem Bett aufstand und sich eine Weile in das Wasser das Kanals legte, der hinter dem Haus vorbeifloß. Das kalte Wasser tat ihm gut. Wenn er sich aber wieder hinlegte, blutete seine Haut, und er hatte viele Schmerzen.

Nun kam die Bitte an mich: „Haben Sie die Gabe der Heilung? Bitte machen Sie ihn gesund!“ Darauf hatte ich nur eine Antwort- „Das einzige, was mir möglich ist, ist den HERRN zu bitten!“ Ich fragte, ob es Öl in der Wohnung gebe. Die Mutter des Mannes eilte zur Küche und kam mit einer Flasche Öl zurück, die sie mir reichte. Schweigend betete ich. „HERR Jesus Christus, erbarme Dich!“ Danach goß ich das ganze Öl über sein Haupt, es strömte über seinen unbekleideten 0berkörper, und ich sagte: „In Namen Jesu Christi, ich danke Dir für die Heilung!“
Ich verließ sofort die Wohnung und fand meinen Weg über die verschneite Straße, während bei einer Temperatur von minus 40 Grand der Schneesturm tobte. Am Stadtrand fand ich ein Taxi, welches mich zu meinem Hotel brachte. Am nächsten Morgen wurde ich zum Flughafen gebracht, weil ich nach Tokyo fliegen sollte.
Ich fand es erstaunlich, daß eine kleine Gruppe von Menschen zusammen mit dem Jungen am Flughafen auf mich wartete. Was war geschehen?
Nach meinem Besuch war der junge Mann zu Bett gegangen und litt viele Schmerzen; aber er hielt es im Bett aus und konnte einschlafen. Während er schlief, rührte Gott ihn an! Nach einigen Stunden wurde er wach und fühlte sich ganz merkwürdig. Er fühlte sich so frisch, und sein Bett war naß und schmutzig. Er stand auf und wunderte sich. Seine Haut war ganz neu, das schmutzige Bett war mit der alten Haut bedeckt.
Er rief seine Mutter, und beide trauten ihren Augen kaum. Die beiden warfen das Bett aus dem Haus und verbrannten es. Dann eilten sie zur Kirche, weckten den Priester und gemeinsam dankten sie Gott für diese wunderbare Heilung. Danach fuhren sie mit einem Taxi zum Flughafen, um mich zu treffen und mir zu danken für meinen Besuch. Eingewickelt in Papier der russischen Zeitung „Prawda“ hatten diese lieben Menschen ein paar kleine Geschenke mitgebracht. Viele Jahre später erhielt ich nochmals eine Nachricht, die besagte, daß die Heilung immer noch da war.

Gott tut Wunder in der ganzen Welt. Für Gott gibt es keine religiösen oder politischen Grenzen.
„Gott ist allgegenwärtig. Er erfüllt den Weltraum, wie den Gedankenraum. Wohin auch mein Körper und Geist eilen - überall begegne ich Gott, überall kommt Er mir entgegen“. (Johannes von Kronstadt )

Frans Schadee